Bundesverband Altöl e.V. (BVA)
Aktuell - Nachrichten

 

  • BVA- Mitgliederversammlung 2014 in Esslingen - Workshop: Optimierungspotentiale - Altölrecycling

    Im Rahmen der BVA- Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Altöl (BVA) fand am 30.09.2014 in Esslingen ein Workshop zum Thema „Optimierungspotentiale - Altölrecycling" statt.

    (...)




  • Altöl: BMUB veröffentlicht geschönte Daten

    Das BMUB weist auf seiner Web-Site (www.bmbub.bund.de/Themen/wasser-abfallboden/abfallwirtschaft/abfallarten/altöl) eine unzutreffende Statistik (Anlage) über den deutschen Altöleinsatz aus. Demnach wurden 380 kt Altöl im Jahre 2012 stofflich verwertet. Das ist nachweislich falsch und schönt die tatsächliche Situation in irreführender Weise.
    In den Zahlen für die stoffliche Verwertung von Altöl sind mindestens 140 kt Altöl enthalten, die für die sonstige Verwertung (Brennstoffherstellung) eingesetzt wurden. Insgesamt wurden sogar 207 kt Altöl im Jahr 2012 außerhalb der stofflichen Verwertung verwendet. Für die stoffliche Verwertung (Altölaufbereitung zu Basisöl) konnten lediglich 209 kt genutzt werden.

    Das Gleiche gilt analog für die anderen ausgewiesenen Jahre von 2001 bis 2011. Die vom BMUB veröffentlichten Daten sollen offensichtlich verdecken, dass der Aufbereitungsvorrang in Deutschland nur auf dem Papier steht. Die o.g. BMUB- Statistik geht darüber hinweg, dass von 447 kt gesammelter Altöle nur 209 kt (46 % statt 85 %) aufbereitet und somit stofflich
    verwertet wurden. Dem Vorrang der Aufbereitung fehlt die entscheidende Lenkungswirkung.

    Da diese Daten sich nicht nur um ein Geringes, sondern in einer erheblichen Größenordnung von den tatsächlichen Daten unterscheiden, hat der BVA das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in einem Schreiben vom 22.4. 2014 aufgefordert, eine schnelle Korrektur der Daten vorzunehmen und eine neue Politik zur Förderung des
    Altölrecyclings zu beginnen.



  • BVA- Mitgliederversammlung 2013 in Münster - Workshop am 11.10.2013 zum Thema: Ressourceneffizienz Altöl

    Im Rahmen der BVA- Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Altöl (BVA) fand am Freitag, 11.10.2013 ab 9:00 Uhr im Hotel Kaiserhof in Münster ein Workshop zum Thema „Ressourceneffizienz Altöl" statt. Dabei wurden nachfolgende Themen diskutiert und wie folgt dargestellt.

    Ökobilanz Altöl
    Getrennt gesammeltes, schwach belastetes Altöl ist ein äußerst hochwertiger Rohstoff, dessen Verwertung in allen Umweltaspekten großen Nutzen liefert. Das war die Kernaussage von Jürgen Giegrich, IfEU, in einem Vortrag auf einem Workshop des BVA am 11.10.2013 in Münster unter dem o.g. Titel.

    Giegrich

    Das Potenzial zur stetigen Verbesserung in den Ergebnissen liegt ganz auf Seiten des Recycling, da hier Verfahrensentwicklungen stattfinden, die den Aufwand mindern , die Ausbeute verbessern und dabei die stetig wachsende Qualität desMaterials erhalten. Den Vergleich der Aufbereitung zu Basisölmit der Verbrennung hält er für problematisch. Manmüsste sich fragen: „Ist die Schlussfolgerung richtig, einem innovativen Recyclingverfahren den ökobilanziellen nur Vorteil deshalb nicht einzuräumen, weil in einer anderen Branche enorme Umwelteinsparungen wegen schlechtem Status quo möglich sind?“

    Ressourceneffizienz kann gesteigert werden
    Der Präsident des BVA, Herr Christian Hartmann, berichtete, dass die Altölbranche beachtliche Ergebnisse bei der Aufbereitung von Altöl zu Basisöl erzielt hat, aber noch immer zu viel Altöl in Deutschland verbrannt wird. Die verbrannte Menge ist nicht etwa gering, sondern liegt bei ca. 150 kt im Jahr und entspricht in etwa der Menge Altöl, die jährlich zur Auslastung der Basisölraffinerien importiert wird. Im Interesse der Ressourceneffizienz sollte diese Lücke geschlossen werden.

    Neues Forschungsvorhaben
    Frau Bettina Rechenberg, UBA, hält dagegen die Entsorgungspraxis wie sie ist, für effizient, erfolgt nach markwirtschaftlichen Regeln. Die Umsetzung der Abfallhierarchie würde in Deutschland korrekt umgesetzt sein.


    Rechenberg

    Für die Teilnehmer des Workshops überraschend, war jedoch ihre Ankündigung im Jahr 2014 mit einem Forschungsvorhaben mit dem Titel „Optimierungspotenziale für bessere Altölqualitäten im Kontext der Abfallhierarchie entsprechend KrWG“ zu beginnen. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Überprüfung des gegenwärtig genutzten Modells zur Datenermittlung und ggf. Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten des Altölentsorgungsmarktes. Eine Untersuchung von Optimierungspotenzialen bei der Erfassung und Sammlung der Altölqualitäten als Voraussetzung für die Aufbereitung zu hochwertigen Basisölen ist in dieser Aufgabe ebenfalls enthalten. Um diese Aufgabe zu lösen, würde das UBA auf die Branche zu kommen.

    Globale Trends stärken Aufbereitung
    Herr Dr. Harry Wadle, Puralube, informierte über die Basisöltrends in der globalen Schmierstoffindustrie. Die Struktur der weltweiten Basisölraffinerien wandelt sich in Richtung hochwertiger Basisöle der API Gruppen II bis IV. Die in Europa
    hauptsächlich produzierten Gruppe- I-Öle verlieren massiv an Bedeutung. Für die Basisöle aus Zweitraffination bedeutet diese Entwicklung, dass ihr Rohstoff Altöl qualitativ immer besser wird und daraus auch immer bessere Basisölqualitäten erzeugt werden können. Zur Deckung des europäischen Bedarfs an Gruppe-IIBasisölen wird die Zweitraffination mit einer beträchtlichen und wachsenden Menge beitragen können.

    Umweltpolitik und Fahrzeugindustrie drücken
    Die Ursachen für den weltweiten Trend nach hochwertigen Basisölen liegen in den Anforderungen der Umweltgesetzgebung und der Fahrzeugindustrie, führte Herr Edwin Leber, UNITI, in seinem Vortrag aus.

    Leber

    Dieser Prozess wird sich weiter fortsetzen und zu neuen Motorölsorten wie z. B. 0W- 20 und 0W-16 führen. Sie werden die neue Motorengeneration erst ermöglichen. Diese synthetischen Öle machen das Altöl immer wertvoller.

    Industrieschmierstoffmarkt wird entlastet
    Herr Dr. Stephan Baumgärtel, Verband der Schmierstoffindustrie, hat Industrieschmierstoffe zum Gegenstand seines Vortrags gemacht und Aufgaben und Aufbau der Schmierstoffe in allgemeiner Form beschrieben (Additive und Basisöle).
    Weite Viskositätsbereiche müssen verfügbar sein (ISO VG 20 – 460).

    Baumgärtel

    Dafür werden meistens Brightstocks (langkettige Moleküle) verwendet. Die thermische und oxidative Belastbarkeit der Basisöle ist für diese Anwendung von Schmierstoffen vergleichsweise unwichtig. Additive sollen aber gut löslich sein. Herr Dr. Baumgärtel kommt zu dem Ergebnis, dass viele Basisöle aus Zweitraffination „zu gut“ für viele Industrieschmierstoffanwendungen sind.
    Da zukünftig das Angebot von Basisölen der Gruppe I geringer wird, entlastet der Einsatz von Zweitraffinaten im Motorenbereich den Gruppe- I- Markt. Auf diese Weise tragen Re-Raffinate zum effizienten Umgang mit der Ressource „langkettige Kohlenwasserstoffe“ bei.

    Breite Verfahrensbasis in der Branche
    Wie gut die Altölbranche bereits jetzt schon gerüstet ist, zeigten alle Vorträge über die zur Zeit angewendeten Verfahren für die Wiederverwendung von Metallbearbeitungsölen(Südöl), Trafoölen (Trafolube), Basisölen (AVISTA AG und Puralube GmbH).

    Fazit
    Die objektiven Entwicklungen erfordern eine konsequente Aufbereitung des Altöls zu Basisöl. Das ist das Ergebnis des Workshops. Das Ergebnis schließt die Verfahren zur Wiederverwendung von Schmierstoffen ein.



    Rahmenprogramm
    Einige Eindrücke vom Rahmenprogramm sollen folgende Bilder geben:

    Prinzipalmarkt    Rathaus
    Prinzipalmarkt und Rathaus


    Dom
    Dom in Münster


    Drink 1    Drink 2
    Begrüßungsabend


    Schloss NK
    Schloss Nordkirchen



  • Altöl- Abfallende im Vereinigten Königreich

    Mit dem MEMO / 13/ 375 hat die Europäische Kommission im April das Vereinigte Königreich (UK) aufgefordert, seine Kriterien für das Ende der Abfalleigenschaft bei Altöl zu ändern. Nach diesen Kriterien können mit einfachen Verfahren zu Brennstoff aufgearbeitete Altöle wie Frischöle genutzt werden. Die Kommission meint, dass bei der Anwendung dieser Kriterien bestimmte Schadstoffe in hoher Konzentration im Öl zurück bleiben und somit eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen. Das gilt insbesondere für Schwermetalle, Chlorwasserstoff und Halogene im Falle der Verbrennung der Heizöle.
    Die Kommission hat eine mit Gründen versehene Stellungnahme an die Regierung des Vereinigten Königreichs geschickt, die mit einer Frist von 2 Monaten beantwortet werden muss. Die Übersendung einer mit Gründen versehenen Stellungnahme ist der letzte Schritt vor einer Klage beim Europäischen Gerichtshof.

    Der BVA hält die Kriterien des Vereinigten Königreiches für das Abfallende bei Altöl als eine Umgehungsregelung der Abfallhierarchie zum Schaden der menschlichen Gesundheit und der Umwelt. Diese Regelung benachteiligt die Unternehmen, die in Übereinstimmung mit der Abfallhierarchie und mit aufwändigen modernen Techniken hochwertige Basisöle und als Nebenprodukt saubere Gasöle herstellen. In Deutschland kann bereits Heizöl leicht in DIN- Qualität aus Altöl hergestellt werden.



  • Versteyl-Anwalt hält Änderung der Altölverordnung für notwendig
    „Recycling muss gestärkt werden, um Abfallhierarchie zu entsprechen“
    (Erschienen in der EUWID (http://www.euwid-recycling.de/) Ausgabe 41/2012 vom 09.10.2012, Seite 1+2)

    Holger Jacobj von der Kanzlei Prof. Versteyl Rechtsanwälte hält eine Änderung der Altölverordnung für notwendig. Bei der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Altöl (BVA) in Würzburg in der vergangenen Woche sagte Jacobj, dass unter anderem das Recycling in der Altölverordnung gestärkt werden müsse, um der Abfallhierarchie in der europäischen Abfallrahmenrichtlinie zu entsprechen. Darüber hinaus verwässerten die zahlreichen Ausnahmen in der Altölverordnung das Vermischungsverbot.
    Jacobj kommt zu dem Ergebnis, dass die Regelungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes nicht dazu beitragen, dass Altöl nach den Erfordernissen der Abfallhierarchie bewirtschaftet wird. Der Rechtsanwalt schloss sich der Kritik der Europäischen Kommission vom März 2011 an. Demnach dürfe von der Abfallhierarchie nur bei einzelnen Abfallströmen
    und nur mit Begründung abgewichen werden.
    Die Altölverordnung priorisiere das Recycling allerdings nicht eindeutig vor der sonstigen, vor allem thermischen Altölverwertung und liefere hierfür auch keine eindeutige, ökologische Begründung. Eine solche Begründung verlange aber die Abfallrahmenrichtlinie, um von der ansonsten gültigen Abfallhierarchie abweichen zu dürfen. So heißt es in der gültigen Verfassung der Altölverordnung, dass der Aufbereitung von Altölen Vorrang vor sonstigen
    Entsorgungsverfahren eingeräumt wird, „sofern keine technischen und wirtschaftlichen einschließlich organisatorischer
    Sachzwänge entgegenstehen.“ In der Praxis führe diese Regelung zu keiner eindeutigen Priorisierung der stofflichen
    Altölverwertung so Jacobj. Der Versteyl-Anwalt schlug deshalb in Würzburg vor, den Paragrafen 2 der Altölverordnung
    zu ändern. Demnach sollte Altöl generell einer Aufbereitung zuzuführen sein, „es sei denn der Besitzer der Altöle weist
    im Einzelfall nach, dass die sonstige Verwertung ein besseres Ergebnis unter dem Aspekt des Umweltschutzes
    erbringt.“

    Problematisch in Bezug auf die Altölverwertung sei jedoch nicht nur die unzureichende Umsetzung der Abfallhierarchie,
    sondern auch die zahlreichen Ausnahmen beim Vermischungsverbot stellten ein Problem dar. Das Vermischungsverbot wird generell für alle Abfälle im Kreislaufwirtschaftsgesetz in Paragraf 9 geregelt. Der Paragraf enthält nach Darstellung Jacobjs jedoch bereits zahlreiche Ausnahmen, die insbesondere Verbrennungsanlagen für sich nutzen könnten. Darüber hinaus regele die Altölverordnung die Getrennthaltungsgebote und Vermischungsverbote noch einmal speziell in einem eigenen Paragrafen. Hier sei in Hinblick auf eine effektive Priorisierung der stofflichen Verwertung Paragraf 4 Absatz 4 problematisch. Der Absatz regelt, dass faktisch alle Entsorgungsanlagen für Altöl – gleich ob thermisch oder stofflich – Altöle vermischen dürfen, sofern eine Getrennthaltung zur ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung nicht erforderlich ist. Diese allgemeine Ausnahmeregelung sollte nach Ansicht Jacobjs durch einen Genehmigungsvorbehalt für die Vermischung im Einzelfall ersetzt werden, um die stoffliche Verwertung zu stärken. Jacobj war allerdings skeptisch, ob es in naher Zukunft eine Novelle der Altölverordnung geben wird. Der Rechtsanwalt berichtete von einem Telefonat mit dem Bundesumweltministerium. Demnach plane das BMU derzeit keine Novelle der Altölverordnung, obwohl eine solche Novelle laut Jacobjs seitens des Ministeriums vor einiger Zeit angekündigt worden war.
    Auch der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE),
    Andreas Bruckschen, erneuerte auf der BVA-Veranstaltung in Würzburg seine Kritik am neuen
    Kreislaufwirtschaftsgesetz, insbesondere an der seiner Meinung nach unzureichenden Umsetzung der Abfallhierarchie.
    In Folge des Heizwertkriteriums habe Deutschland faktisch seine dreistufige Abfallhierarchie beibehalten, die bereits
    bislang in den drei Grundpflichten Vermeidung, Verwertung und Beseitigung existiert habe, sagte der
    BDE-Geschäftsführer. Bruckschen war hoffnungsvoll, dass die Beschwerde der privaten Entsorgungswirtschaft in
    Brüssel gegen die nationale Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie zumindest in Bezug auf das Heizwertkriterium
    erfolgreich sein wird. „Hier wird die Bundesregierung nachjustieren müssen“, sagte Bruckschen in Würzburg.
    Darüber hinaus verlor Bruckschen in seinem Vortrag einige Worte zum Themenkomplex Wertstofftonne und
    Wertstoffgesetz. In der derzeit gültigen Verpackungsverordnung gebe es zahlreiche Schwachpunkte, so der
    BDE-Geschäftsführer. „Der Wettbewerb zwischen den Systemanbietern hat gar nichts gebracht“, sagte Bruckschen.
    Der Verlust von Lizenzmengen habe den Verpackungsentsorgern die Finanzierungsgrundlage entzogen. Deshalb sei
    die Einrichtung einer Zentralen Stelle ein erster richtiger Schritt gewesen, die Gesellschaftsgründung hätte jedoch
    gemeinsam durchgeführt werden
    müssen.
    Eine Absage erteilte Bruckschen sämtlichen Bestrebungen, die Verpackungsentsorgung rekommunalisieren zu wollen.
    Die geringe Menge der stoffgleichen Nichtverpackungen könne keine Begründung für die Verstaatlichung der Verpackungsentsorgung sein, sagte der BDE-Geschäftsführer. Nach der erfolgreichen Entwicklung in den letzten 20
    Jahren dürfe die Verpackungsentsorgung jetzt nicht in den staatlichen Sektor überführt werden, so Bruckschen.
    Darüber hinaus müsse in einer zukünftigen Regelung der Wertstofferfassung das Eigentum an den erfassten Wertstoffen klar zugunsten der Entsorger geregelt werden. Nur so könnten die Unternehmen selbstständig nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten die gesammelten Wertstoffe recyceln und vermarkten. Die Eigentumsrechte an den Wertstoffen seien ein wichtiges Kriterium sowohl bei Investitionsentscheidungen als auch bei der Kreditvergabe der Banken.



  • Deutschlands größtes Unternehmen für Zweitraffinate "Puralube" will seine Kapazitäten bis 2014
    um ein Drittel ausbauen. Erfahren Sie mehr dazu aus dem Presseartikel des RECYCLING MAGAZINS 
    und unter unserer Rubrik "Presse".



  • Zwei neue Artikel finden Sie unter den Pressemitteilungen (10.07.2012):
    - "Raffinierte Zweitverwendung" aus dem Brennstoffspiegel + Mineralölrundschau 06/2012, Seite 34/35
    - "Ressourcenschonende Wiedergewinnung"
      von Dr. Ralph Bukowski, erschienen ebenfalls im UNITI-Jahresbericht 2011/2012 auf den Seiten 46-49


  • Unter Pressemitteilungen finden Sie drei neue Artikel (01.06.2012):
    - BVA: Altölverbrennung in Deutschland beträgt immer noch 50 %
    - Puralube Holding GmbH: Puralube baut neue Altölraffinerie in Sachsen- Anhalt
    - AVISTA OIL AG steigert Anteil an niederländischer Re- Raffinerie North- Refining




  • Leserbrief von Horst Laneus, Geschäftsführer des BVA zum Bericht über den Vortrag von Dr. Biedermann, BMU, auf einer Tagung des bvse am 18.11.2011 (Europaticker vom 8.12.2011) 

    Darin geht es um die Tatsache, dass die Altölmenge, welche in das Recycling bisher gelangt ist, sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt hat. Dies führt andererseits aber nicht zwangsläufig zu der Schlussfolgerung, dass die Altölverordnung ein großer Erfolg ist und sich bestens bewährt hat.

    Sie finden den kompletten Leserbrief in unseren Pressemitteilungen.



  • Mitgliederversammlung 2011 in Wernigerode
    Workshop des BVA „Die Energiewende und die Zukunft der Altölbranche“ am 30.09.2011

    • Altölrecycling 2010 auf Höchstwert gesteigert
    • Entwurf des Kreislaufwirtschaftsgesetzes nicht europarechtskonform
    • BVA- Vorstand einstimmig wieder gewählt

    Im Rahmen der BVA- Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Altöl (BVA) fand am 30.09.2011 in Wernigerode ein Workshop zum Thema „Die Energiewende und die Zukunft der Altölbranche“ statt. Dabei wurden zunächst die sehr guten Fortschritte der Branche in den letzten zwei Jahren und deren Ursachen dargestellt.

    Die Branche hat 2010 erstmals 450.000 t Mineralölprodukte erzeugt, darunter über 200.000 t Basisöl. Grundlage dafür war die hohe Nachfrage nach den Qualitätsprodukten der Branche, die infolge der hohen Investitionen in weltweit führende Raffinerieverfahren angeboten werden können.


    Die Altölversorgung konnte durch den Import von ca. 150.000 t Altöl, ebenfalls ein neuer Spitzenwert, abgesichert werden. Außerdem unterstützten die wirtschaftlichen Grunddaten der Mineralölwirtschaft maßgeblich den Erfolg der Altölaufbereitung.
    Für 2011 sind, nach dem Halbjahresergebnis, ebenfalls gute Ergebnisse wie 2010 zu erwarten.

    Die abfallrechtlichen und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen des Staates jedoch fördern eher die Verbrennung von Abfällen, besonders die Abfälle mit einem Heizwert über 11 000 Kilojoule / kg und schaden der Altölbranche weiterhin. Der BVA lehnt deshalb den vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung des Kreislaufwirtschaft- und Abfallrechts vom 6.Juni 2011 als nicht europarechtskonform ab. Außerdem steht der Entwurf im Widerspruch zu den von der Regierung von der gesamten Wirtschaft geforderten Einsparungen von Energie und Ressourcen. Der BVA erwartet eine klare Grundsatzregelung für die Abfallhierarchie gemäß der europäischen Richtlinie über Abfälle vom 19.11.2008- und zwar für alle Abfälle gleichermaßen und für alle Entsorger, unabhängig vom Rechtsstatus des Unternehmens. Ausnahmen dürften nur für bestimmte Abfallströme durch vorgelegte LCA´s zugelassen werden, für die es kein ökologisches Recyclingverfahren gibt. Außerdem müsste die steuerliche Subventionierung für die Verbrennung von Abfällen durch Änderung des geltendes Energiesteuergesetzes eingestellt werden. Hier ist der Staat gefordert. Der Markt allein kann eine Umorientierung auf Recyclingprodukte nicht leisten.

    Die Altölbranche mit ihren weltmarkfähigen Mineralölprodukten, hergestellt ausschließlich aus Altöl, ist ein Musterbeispiel für die angestrebte Energiewende. Insofern ist es für die Branche wichtig, sich an den Entwicklungen der Automobilindustrie und der Mineralölwirtschaft zu orientieren, mit denen sie über vielfältige Beziehungen eng verbunden ist. Herrn Dr. Wöhrl, VDA, und Herrn Bittkau, MWV, haben über aktuelle Prognosen der Entwicklung alternativer Antriebe und über den zukünftigen Mineralölverbrauch unter dem Gesichtpunkt der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende informiert. Für die Altölbranche ergeben sich, insbesondere aus dem weltweit wachsenden Bedarf nach Mineralölerzeugnissen, neue Aufgaben. Die alternativen Antriebe werden in Deutschland voran kommen und erhebliche Senkungen bzw. Verschiebungen im Kraftstoffverbrauch bewirken, der Verbrauch von Schmierstoffen (Altölaufkommen) wird davon bis 2025 aber nur gering betroffen sein.


    In der anschließenden Mitgliederversammlung wurde der BVA- Vorstand satzungsgemäß neu gewählt und der gesamte Vorstand einstimmig in seinen Ämtern bestätigt.

    Vorstand BVA 2011
    Von Links nach Rechts: Herr Horst Laneus bleibt Geschäftsführer, Vizepräsident Herr Dr. Detlev Bruhnke (Mineralöl-Raffinerie Dollbergen GmbH), Präsident ist Herr Christian Hartmann (Puralube Holding GmbH) und Schatzmeister Herr Rolf Schneider (Südöl GmbH).

    Außerdem gibt der BVA bekannt, dass Herr Dr. Detlev Bruhnke, AVISTA Oil AG, im September 2011 zum Präsidenten des Europäischen Verbands der Reraffineure, GEIR mit Sitz in Brüssel, von den Mitgliedern aus 8 Ländern gewählt wurde. Auch das ist ein Ausdruck der Wertschätzung der deutschen Altölbranche.

    Brunke Gratulation
    Fabio dalla Giovanna gratuliert Dr. Detlef Bruhnke zur Wahl als Präsident des GEIR


  • EuWiD Artikel über die Situation der Altölbranche und die BVA-Kritik am Entwurf des Kreislaufwirtschaftsgesetztes
     
    "Die Branche der Altölrecycler hat sich trotz Wirtschaftskrise im letzten Jahr behauptet. (...) Das Aufkommen aus Zweitraffination sei konstant und es kann von einer positiven Veränderung gesprochen werden.
    (...) Der BVA kritisiert den Entwurf zum Kreislaufwirtschaftsgesetz und fordert die Bundesregierung auf eine (...) progressive Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie (...) in deutsches Recht voranzutreiben."


    Den gesamten Artikel aus der EuWiD Nr. 41 vom 12.10.2010 finden Sie unter Presse/ Pressemitteilungen


  • Die Branchenchronik ist da

    Auf der BVA- Mitgliederversammlung am 01.10.2010 in Berlin wurde die „Chronik des Altölrecycling“ vorgestellt. Sie enthält auf 80 Seiten die Entwicklung der Branche seit 1924 und die Geschichte des BVA seit 1985. Umfangreiche Abbildungen und mehrere Anhänge ergänzen den Text.
    Die Chronik kann nur beim BVA bestellt werden.

    Altölchronik

    4,00 € Schutzgebühr pro Heft (plus Versand)

    Sie können das Bestellformular für die "Chronik des Altölrecyclings" hier herunterladen.

     
  • Neue Verbändekooperation: BDE und BVA vereinbaren enge Zusammenarbeit

    Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. und der Bundesverband Altöl (BVA) werden ab sofort fachlich eng zusammenarbeiten. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde von den Präsidenten beider Verbände, Peter Kurth (BDE) und Christian Hartmann (BVA) in Berlin unterzeichnet[...]

    Die vollständige Pressemitteilung beider Verbände können Sie hier ansehen.

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