Bundesverband Altöl e.V. (BVA)
Aktuell - Nachrichten

 

  • Die diesjährige BVA Mitgliederversammlung 2015 findet unter dem Thema "30 Jahre BVA - neue Aufgaben für die Branche" in Leipzig statt

    Wir befassen uns mit den aktuellen Entwicklungen und Tendenzen in der Mineralölwirtschaft, in der Abfallwirtschaft und in der Umweltpolitik und welche Auswirkungen sie auf unsere Branche haben.
    Um die angestrebten Ziele der Europäischen Kommission hin zu einer Kreislaufwirtschaft mit Null Abfall zu erreichen, sind nicht nur ordnungspolitische Maßnahmen nötig, sondern auch weitere Anstrengungen in der Altölbranche. Auf veränderte Bedingungen der Märkte ist angemessen zu reagieren. Dabei spielen europäische Anforderungen eine immer größere Rolle. Darüber werden Herr Christian Hartmann und Herr Dr. Detlev Bruhnke sprechen. Weitere Zukunftsthemen teilen wir mit der gesamten Entsorgungswirtschaft. Herr Dr. Andreas Bruckschen, Geschäftsführer des BDE, wird dazu einige Schwerpunkte erläutern. Von besonderem Interesse dürfte für alle Mitglieder der beginnende Mangel an Mitarbeitern sein und was man dagegen tun kann. Die Optimierung der Altölsammlung ist ebenfalls ein wichtiges Thema, um angemessen auf die Veränderungen auf dem Markt zu reagieren. Herr Dirk Jepsen, Ökopol Hamburg, wird aktuelle Fragen und Entwicklungen auf dem Altölmarkt vorstellen.

    Unsere Agenda sieht folgenden Ablauf vor:

    Donnerstag, der 01.10.2015
    15:00 Uhr - Besichtigung der Mineralölraffinerie Puralube in Zeitz

    18:00 Uhr - Begrüßungsabend: Besichtigung der Altstadt Leipzig mit Abendessen im Ratskeller des neuen Rathauses


    Freitag, der 02.10.2015
    09:30 Uhr - Begrüßung/ Organisation Herr Horst Laneus, BVA

    09:35 Uhr - Neue Aufgaben für die Branche, Herr Christian Hartmann, BVA- Präsident

    10:00 Uhr - Der G.E.I.R. und das Kreislaufwirtschaftspaket der KOM G.E.I.R., Herr Dr. Detlev Bruhnke

    10:30 Uhr - Kaffeepause

    11:15 Uhr - Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Kreislaufwirtschaft, Herr Dr. Bruckschen, BDE

    11:30 Uhr - Die Situation auf dem Altölmarkt-aktuelle Fragen und Entwicklungen, Herr Jepsen, Ökopol Hamburg 

    11:45 Uhr - Mittagspause

    BVA- Mitgliederversammlung (nicht öffentlich):
    12:30 Uhr  - Feststellung der Tagesordnung/ Beschlussfähigkeit durch Herr Dr. Bruhnke und Herr Laneus

    12:35 Uhr - Bericht des BVA-Präsidenten, Herr Hartmann

    12:50 Uhr - Aussprache/ Beschlussfassung

    13:00 Uhr - Vorstellung der Ergebnisse der AG-Programme von Herr Dr. Gruß und Herr Dr. Jacobj

    13:10 Uhr - Kassenbericht 2014/ Realisierung 2015/ Kassenplan 2016 durch Herr Schneider, BVA- Schatzmeister

    13:13 Uhr - Bericht der Rechnungsprüfer (2014) von Herr Wendland

    13:15 Uhr - Aussprache über den Kassenplan und Entlastung des Vorstands

    13:20 Uhr - 
    Nachwahl eines Rechnungsprüfers

    13:25 Uhr - BVA-Vorstandswahl

    13:30 Uhr - Ende

    14:00 Uhr - Rundfahrt mit einem Bus zum 1000-jährigen Kaiserdom nach Merseburg mit Dombesichtigung und 
                     Schlossensemble entlang der Via Regia. Ein sachkundiger Reiseführer begleitet uns natürlich.
                     Anschließend geht es weiter nach Bad Lauchstädt und der Besichtigung des Kurparks und dem Goethe-Theater.
                     Das Abendessen nehmen wir im Kurpark Hotel ein. Danach erfolgt die gemeinsame Rückfahrt nach Leipzig.

    Wer Leipzig, das in diesem Jahr sein 1000- jähriges Jubiläum feiert, noch einen Tag länger kennen lernen will, kann die Zimmer noch für einen weiteren Tag buchen. Wir freuen uns auf viele interessante Gespräche und ein Wiedersehn in Leipzig.



  • BVA- Mitgliederversammlung 2014 in Esslingen - Workshop: Optimierungspotentiale - Altölrecycling

    Im Rahmen der BVA- Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Altöl (BVA) fand am 30.09.2014 in Esslingen ein Workshop zum Thema „Optimierungspotentiale - Altölrecycling" statt.

    Workshop : Optimierungspotentiale- Altölrecycling
    Der Präsident des BVA, Herr Christian Hartmann, begann mit einem Überblick über die Schmierstoffwirtschaft und die
    Altölaufbereitung in der Welt. Die internationalen Primärbasisölraffinerien erleben eine Zeit der Veränderungen. Neue Raffinerien
    beginnen die Produktion mit Basisölen der Gruppen II und III. Der Bedarf an Basisölen der Gruppe I sinkt deutlich. Es gibt
    Überkapazitäten und Preisverfall, insbesondere bei Basisölen der Gruppe I. Es wird in diesem Bereich problematisch und wohl auch zu Raffinerieschließungen führen. Der Trend zu höheren Basisölqualitäten wird sich auch auf die Reraffination in Europa auswirken. Die Unternehmen werden sich ebenfalls auf einen Strukturwandel in Richtung höherer Basisölqualitäten einrichten müssen. Wachstum ist für die Reraffination aber weiterhin möglich, da der weltweite Schmierstoffbedarf weiter wächst.
    Die Altölaufbereitung in der Welt entwickelt sich deshalb positiv, wenn sich auch einzelne neue Firmen, besonders in Asien, mit einfachen und teilweise überholten Verfahren präsentieren. Auffällig sind die Änderungen in den USA. Dort haben eine Reihe
    Firmenverkäufe stattgefunden.
    Der Altölmarkt ist unter Druck. Die Margen für die Altölaufbereitung sind stark gefallen. So gibt es in der Welt der Reraffination ein gemischtes Bild. Auch in Europa ist einiges in Bewegung. In Frankreich ist eine Anlage neu in Betrieb gegangen und in Finnland wird die geschlossene Anlage wieder in Betrieb genommen. Das verfügbare gesammelte Altöl ist weiterhin
    knapp und wird europaweit gehandelt. Allerdings gibt es dabei auch Restriktionen wie z.B. in Italien.

    In Deutschland waren die erreichten einigen Jahren mit Abstand das Hauptprodukt der Branche. Es gibt aber immer noch
    Verbesserungspotential durch die Vermeidung von schädlichen Vermischungen, durch Verringerung des Altöleinsatzes für die
    Brennstoffherstellung und für die energetische Verwertung. Der Schmierstoff- und Altölkreislauf für 2013 wurde vorgestellt. Auch im Jahr 2014 setzt sich die gute Entwicklung fort. Der gegenüber dem Vorjahr bisher erreichte Produktionszuwachs von ca. 8000 t besteht zu einem Ergebnisse der Branche im Jahr 2013 gut. Die Gesamtproduktion ist gestiegen, darunter auch die
    Basisölproduktion. Bei den Altölimporten gab es einen leichten Zuwachs. Insgesamt kann daraus abgeleitet werden, dass der
    Altöleinsatz in den letzten Jahren nachhaltiger geworden ist. Basisöl ist nun seit Anteil von 82 % aus dem Zuwachs der Basisölproduktion. Damit wird die Entwicklung in Richtung steigender Nachhaltigkeit fortgesetzt.
    Herr Hartmann ging dann auf die wachsenden administrativen Hemmnisse ein, die nicht nur die Arbeit erschweren, sondern auch die Kosten in die Höhe treiben. Das sind aber noch nicht alle Herausforderungen für die Branche in den nächsten Jahren. Wir haben es mit einer Reihe Veränderungen wirtschaftlicher Rahmenbedingungen (Produktpreisentwicklungen in der
    Mineralölwirtschaft) zu tun, mit der weiterhin hohen Nachfrage nach Altöl und mit entstehenden Absatzproblemen bei einigen
    Koppelprodukten. Eine weitere Aufgabe wird uns im nächsten Jahr beschäftigen.
    Das ist das neue UBA- Altölprojekt. Wir werden es unterstützen, weil wir an einer verlässlichen und akzeptablen Datenbasis interessiert sind. Herr Hartmann nannte als negatives Beispiel die irreführende Darstellung des BMUB über den Altöleinsatz auf der BMUB -Internetseite, die nun nach Beschwerde des BVA vom Netz genommen wurde. Als positives Beispiel hat er die Übersicht der französischen ADEME genannt, die monatlich in korrekter Weise einen guten Überblick über Mengen und Preise der Altölverwendung in Frankreich gibt.
    Als Ergebnis der Herausforderungen ist es erforderlich, dass die Branche ihre Anstrengungen fortsetzt, um Altöl effizienter zu sammeln, schädliche Vermischungen zu vermeiden und Altöle höchstwertig zu veredeln. Dann eröffnet sich für die Branche ein Optimierungspotential durch technische Maßnahmen in Höhe von bis zu 130 kt/a Basisöl zusätzlich. Das würde auch die wirtschaftliche Lage der Branche verbessern. Etwas mehr Aufmerksamkeit und Förderung unserer Branche durch die Politik wäre dabei nützlich.

    Europapolitik Abfall aus Sicht des G.E.I.R.
    Dr. Detlev Bruhnke, Präsident G.E.I.R., begann seine Ausführungen mit dem EU- Parlament und der EUKommission in der neuen Legislaturperiode. Er stellte das neue Personal des Parlaments und der Kommission und der für die Abfallwirtschaft zuständigen Ausschüsse beziehungsweise Kommissare vor. Inwieweit sich diese Personen für eine Stärkung der
    Umweltpolitik einsetzen und sie vorantreiben, ist noch nicht ablesbar. Die neue Struktur in der EUKOM, insbesondere das Vetorecht des Vize-Präsidenten für Arbeit und Wachstum auf umweltpolitische Initiativen, wird die Umweltpolitik wohl eher schwächen. Das bleibt aber abzuwarten. In einem weiteren Teil seines Vortrags ging er auf die Probleme bei der Umsetzung der EUAbfallgesetzgebung ein. Da gibt es ernste Verstöße gegen das Gemeinschaftsrecht in Griechenland im Umgang mit
    gefährlichen Abfällen, das Verfahren gegen Deutschland wegen seiner Umsetzung der Richtlinie über Abfälle und die Prüfung des sogenannten Heizölprotokolls für Altöle in England. Die Veröffentlichung der Studie zur Bestimmung des Abfallendes bei Brennstoffen wird für die Altölbranche in Deutschland und Europa neue Erkenntnisse bringen. So auch das Maßnahmenpaket der EU für die Kreislaufwirtschaft, das auch eine Revision der bestehenden Richtlinie über Abfälle hinsichtlich ihrer Ziele enthält. Die Revision des BREF Abfallbehandlungsanlagen ist ein weiteres wichtiges Thema für die Branche, weil die Ergebnisse dann
    auch direkten Einfluss auf das jeweilige nationale Recht haben, z.B. auf Anlagengenehmigungen.
    Der G.E.I.R. wird den 1. Revisionsentwurf, der im Herbst erwartet wird, und seine Kommentierung hinsichtlich der für Altölbehandlungsanlagen enthaltenen Daten genau prüfen.

    Altölrecht aktuell- Die Altölverordnung nach der Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie
    Herr Ralf Ramin, TU Braunschweig, berichtete über seine Prüfung der Umsetzung der Richtlinie über Abfälle hinsichtlich Altöl in
    deutsches Recht. Das BMUB ist der Auffassung, dass keine Novellierung des deutschen Rechts hinsichtlich der Altölverordnung notwendig ist. Ausgehend vom Inhalt der Altölverordnung legte Herr Ramin dar, welche Vorgaben für Altöle sich
    aus der Richtlinie über Abfälle ergeben. Aus beidem leitete er den Reformbedarf ab. Neben einer Reihe von Defiziten im Anwendungsbereich und Definitionen sind Änderungen beim § 2 Abs. 1 AltölV (Aufbereitungsvorrang) und § 4 Abs.4 AltölV
    (Vermischungsverbot) dringend erforderlich. Außerdem wird ein Bußgeldtatbestand bei Verstößen gegen den Aufbereitungsvorrang und Vermischungsverbot gefordert.
    Herr Ramin führte aus, dass das KrWG zu keinen nennenswerten Änderungen im Altölrecht geführt hat. Aus rechtlichen Gründen wären punktuelle Neuregelungen geboten, um die Vorgaben aus der Abfallrahmenrichtlinie umzusetzen. Schon mit einigen Anpassungen in den §§ 1,1a, 2, 4 und 10 AltölV wäre Richtlinienkonformität des
    deutschen Altölrechts herzustellen. Herr Dr. Jacobj, Prof. Versteyl Rechtsanwälte, informierte über aktuelle Urteile im Streit um Schadensersatz bei der Einmischung von PCB in Altöl. Ausgehend von der Darstellung der Rechtslage, rückte er die Frage nach dem Mitverschulden aller Beteiligten an dem Schaden in den Mittelpunkt.
    Das taten die Gerichte nämlich nachdrücklich. Dabei spielte insbesondere das Verhalten des Sammelfahrers, der nach der
    Herkunft der Altöle gegebenenfalls stärker fragen muss, als auch das Verhalten des Altölerzeugers eine wesentliche Rolle, die sich genau über die Herkunft des Öls informieren müssen, um unzulässige Vermischungen zu vermeiden. Anderenfalls sind erhebliche Abschläge an der Höhe des Schadensersatzes zu erwarten. Ein anderes Problem ist der Nachweis des eingetretenen Schadens. Dazu sind die Einzelnachweise (Beseitigungskosten, entgangene Vergütung, Analysekosten usw.) zu sammeln.

    Überregulierung in der Kreislaufwirtschaft-Maßnahmen zur Abwehr
    Herr Prof. Uwe Görisch, Ingenieurbüro für Abfallwirtschaft, sprach über die negativen Entwicklungen der politischen Rahmenbedingungen für die Abfallwirtschaft. Seit 2005 vollzieht sich ein langsamer Übergang zur Staatswirtschaft. Ein besonders negativer Meilenstein war dafür das ElektroG. Als zweites müssen hunderte Gesetze, Verordnungen, Erlasse, technische Anleitungen usw. aus Europa, Bund, Ländern, und Landkreisen eingehalten werden. Der Überblick geht verloren. Daraus erwachsen insbesondere für die kleineren Unternehmen erhebliche Probleme. Die Eingriffe des Staates, hier das KrWG, führen zur Beschneidung von Rechten der Unternehmen auf Eigentum, auf freie Berufswahl und die Warenverkehrsfreiheit. Gerade für die kommunale Verantwortung für die Abfallsammlung macht sich das BMUB stark. Dagegen sollten sich in
    der Diskussion der nächsten Jahre alle Verbände stellen. Besonders wichtig ist die Prüfung laufender Verfahren zur
    Ausgestaltung der Rahmenbedingungen, die erhebliche Eingriffe in die Unternehmen zur Folge haben können. Das betrifft
    aktuell das BVT- Merkblatt Abfallbehandlungsanlagen, die Umweltinspektion, den Ausgangszustandsbericht und KAS 25. Auf die einzelnen Vorschriften und den möglichen negativen Folgen sowie auf dieMaßnahmen zur Abwehr von Fehlentwicklungen ging Herr Görischmit konkreten Beispielen ein.
    Im Ergebnis kommt Herr Görisch zu dem Schluss, das Tendenzen zur Überregulierung erkennbar sind. Sie beziehen sich nicht nur auf politische Rahmenbedingungen, sondern auch auf die konkrete Ausgestaltung im Vollzug. Dem muss entgegen gewirkt werden.



  • Altöl: BMUB veröffentlicht geschönte Daten

    Das BMUB weist auf seiner Web-Site (www.bmbub.bund.de/Themen/wasser-abfallboden/abfallwirtschaft/abfallarten/altöl) eine unzutreffende Statistik (Anlage) über den deutschen Altöleinsatz aus. Demnach wurden 380 kt Altöl im Jahre 2012 stofflich verwertet. Das ist nachweislich falsch und schönt die tatsächliche Situation in irreführender Weise.
    In den Zahlen für die stoffliche Verwertung von Altöl sind mindestens 140 kt Altöl enthalten, die für die sonstige Verwertung (Brennstoffherstellung) eingesetzt wurden. Insgesamt wurden sogar 207 kt Altöl im Jahr 2012 außerhalb der stofflichen Verwertung verwendet. Für die stoffliche Verwertung (Altölaufbereitung zu Basisöl) konnten lediglich 209 kt genutzt werden.

    Das Gleiche gilt analog für die anderen ausgewiesenen Jahre von 2001 bis 2011. Die vom BMUB veröffentlichten Daten sollen offensichtlich verdecken, dass der Aufbereitungsvorrang in Deutschland nur auf dem Papier steht. Die o.g. BMUB- Statistik geht darüber hinweg, dass von 447 kt gesammelter Altöle nur 209 kt (46 % statt 85 %) aufbereitet und somit stofflich
    verwertet wurden. Dem Vorrang der Aufbereitung fehlt die entscheidende Lenkungswirkung.

    Da diese Daten sich nicht nur um ein Geringes, sondern in einer erheblichen Größenordnung von den tatsächlichen Daten unterscheiden, hat der BVA das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in einem Schreiben vom 22.4. 2014 aufgefordert, eine schnelle Korrektur der Daten vorzunehmen und eine neue Politik zur Förderung des
    Altölrecyclings zu beginnen.



  • BVA- Mitgliederversammlung 2013 in Münster - Workshop am 11.10.2013 zum Thema: Ressourceneffizienz Altöl

    Im Rahmen der BVA- Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Altöl (BVA) fand am Freitag, 11.10.2013 ab 9:00 Uhr im Hotel Kaiserhof in Münster ein Workshop zum Thema „Ressourceneffizienz Altöl" statt. Dabei wurden nachfolgende Themen diskutiert und wie folgt dargestellt.

    Ökobilanz Altöl
    Getrennt gesammeltes, schwach belastetes Altöl ist ein äußerst hochwertiger Rohstoff, dessen Verwertung in allen Umweltaspekten großen Nutzen liefert. Das war die Kernaussage von Jürgen Giegrich, IfEU, in einem Vortrag auf einem Workshop des BVA am 11.10.2013 in Münster unter dem o.g. Titel.

    Giegrich

    Das Potenzial zur stetigen Verbesserung in den Ergebnissen liegt ganz auf Seiten des Recycling, da hier Verfahrensentwicklungen stattfinden, die den Aufwand mindern , die Ausbeute verbessern und dabei die stetig wachsende Qualität desMaterials erhalten. Den Vergleich der Aufbereitung zu Basisölmit der Verbrennung hält er für problematisch. Manmüsste sich fragen: „Ist die Schlussfolgerung richtig, einem innovativen Recyclingverfahren den ökobilanziellen nur Vorteil deshalb nicht einzuräumen, weil in einer anderen Branche enorme Umwelteinsparungen wegen schlechtem Status quo möglich sind?“

    Ressourceneffizienz kann gesteigert werden
    Der Präsident des BVA, Herr Christian Hartmann, berichtete, dass die Altölbranche beachtliche Ergebnisse bei der Aufbereitung von Altöl zu Basisöl erzielt hat, aber noch immer zu viel Altöl in Deutschland verbrannt wird. Die verbrannte Menge ist nicht etwa gering, sondern liegt bei ca. 150 kt im Jahr und entspricht in etwa der Menge Altöl, die jährlich zur Auslastung der Basisölraffinerien importiert wird. Im Interesse der Ressourceneffizienz sollte diese Lücke geschlossen werden.

    Neues Forschungsvorhaben
    Frau Bettina Rechenberg, UBA, hält dagegen die Entsorgungspraxis wie sie ist, für effizient, erfolgt nach markwirtschaftlichen Regeln. Die Umsetzung der Abfallhierarchie würde in Deutschland korrekt umgesetzt sein.


    Rechenberg

    Für die Teilnehmer des Workshops überraschend, war jedoch ihre Ankündigung im Jahr 2014 mit einem Forschungsvorhaben mit dem Titel „Optimierungspotenziale für bessere Altölqualitäten im Kontext der Abfallhierarchie entsprechend KrWG“ zu beginnen. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Überprüfung des gegenwärtig genutzten Modells zur Datenermittlung und ggf. Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten des Altölentsorgungsmarktes. Eine Untersuchung von Optimierungspotenzialen bei der Erfassung und Sammlung der Altölqualitäten als Voraussetzung für die Aufbereitung zu hochwertigen Basisölen ist in dieser Aufgabe ebenfalls enthalten. Um diese Aufgabe zu lösen, würde das UBA auf die Branche zu kommen.

    Globale Trends stärken Aufbereitung
    Herr Dr. Harry Wadle, Puralube, informierte über die Basisöltrends in der globalen Schmierstoffindustrie. Die Struktur der weltweiten Basisölraffinerien wandelt sich in Richtung hochwertiger Basisöle der API Gruppen II bis IV. Die in Europa
    hauptsächlich produzierten Gruppe- I-Öle verlieren massiv an Bedeutung. Für die Basisöle aus Zweitraffination bedeutet diese Entwicklung, dass ihr Rohstoff Altöl qualitativ immer besser wird und daraus auch immer bessere Basisölqualitäten erzeugt werden können. Zur Deckung des europäischen Bedarfs an Gruppe-IIBasisölen wird die Zweitraffination mit einer beträchtlichen und wachsenden Menge beitragen können.

    Umweltpolitik und Fahrzeugindustrie drücken
    Die Ursachen für den weltweiten Trend nach hochwertigen Basisölen liegen in den Anforderungen der Umweltgesetzgebung und der Fahrzeugindustrie, führte Herr Edwin Leber, UNITI, in seinem Vortrag aus.

    Leber

    Dieser Prozess wird sich weiter fortsetzen und zu neuen Motorölsorten wie z. B. 0W- 20 und 0W-16 führen. Sie werden die neue Motorengeneration erst ermöglichen. Diese synthetischen Öle machen das Altöl immer wertvoller.

    Industrieschmierstoffmarkt wird entlastet
    Herr Dr. Stephan Baumgärtel, Verband der Schmierstoffindustrie, hat Industrieschmierstoffe zum Gegenstand seines Vortrags gemacht und Aufgaben und Aufbau der Schmierstoffe in allgemeiner Form beschrieben (Additive und Basisöle).
    Weite Viskositätsbereiche müssen verfügbar sein (ISO VG 20 – 460).

    Baumgärtel

    Dafür werden meistens Brightstocks (langkettige Moleküle) verwendet. Die thermische und oxidative Belastbarkeit der Basisöle ist für diese Anwendung von Schmierstoffen vergleichsweise unwichtig. Additive sollen aber gut löslich sein. Herr Dr. Baumgärtel kommt zu dem Ergebnis, dass viele Basisöle aus Zweitraffination „zu gut“ für viele Industrieschmierstoffanwendungen sind.
    Da zukünftig das Angebot von Basisölen der Gruppe I geringer wird, entlastet der Einsatz von Zweitraffinaten im Motorenbereich den Gruppe- I- Markt. Auf diese Weise tragen Re-Raffinate zum effizienten Umgang mit der Ressource „langkettige Kohlenwasserstoffe“ bei.

    Breite Verfahrensbasis in der Branche
    Wie gut die Altölbranche bereits jetzt schon gerüstet ist, zeigten alle Vorträge über die zur Zeit angewendeten Verfahren für die Wiederverwendung von Metallbearbeitungsölen(Südöl), Trafoölen (Trafolube), Basisölen (AVISTA AG und Puralube GmbH).

    Fazit
    Die objektiven Entwicklungen erfordern eine konsequente Aufbereitung des Altöls zu Basisöl. Das ist das Ergebnis des Workshops. Das Ergebnis schließt die Verfahren zur Wiederverwendung von Schmierstoffen ein.



    Rahmenprogramm
    Einige Eindrücke vom Rahmenprogramm sollen folgende Bilder geben:

    Prinzipalmarkt    Rathaus
    Prinzipalmarkt und Rathaus


    Dom
    Dom in Münster


    Drink 1    Drink 2
    Begrüßungsabend


    Schloss NK
    Schloss Nordkirchen



  • Altöl- Abfallende im Vereinigten Königreich

    Mit dem MEMO / 13/ 375 hat die Europäische Kommission im April das Vereinigte Königreich (UK) aufgefordert, seine Kriterien für das Ende der Abfalleigenschaft bei Altöl zu ändern. Nach diesen Kriterien können mit einfachen Verfahren zu Brennstoff aufgearbeitete Altöle wie Frischöle genutzt werden. Die Kommission meint, dass bei der Anwendung dieser Kriterien bestimmte Schadstoffe in hoher Konzentration im Öl zurück bleiben und somit eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen. Das gilt insbesondere für Schwermetalle, Chlorwasserstoff und Halogene im Falle der Verbrennung der Heizöle.
    Die Kommission hat eine mit Gründen versehene Stellungnahme an die Regierung des Vereinigten Königreichs geschickt, die mit einer Frist von 2 Monaten beantwortet werden muss. Die Übersendung einer mit Gründen versehenen Stellungnahme ist der letzte Schritt vor einer Klage beim Europäischen Gerichtshof.

    Der BVA hält die Kriterien des Vereinigten Königreiches für das Abfallende bei Altöl als eine Umgehungsregelung der Abfallhierarchie zum Schaden der menschlichen Gesundheit und der Umwelt. Diese Regelung benachteiligt die Unternehmen, die in Übereinstimmung mit der Abfallhierarchie und mit aufwändigen modernen Techniken hochwertige Basisöle und als Nebenprodukt saubere Gasöle herstellen. In Deutschland kann bereits Heizöl leicht in DIN- Qualität aus Altöl hergestellt werden.



  • Versteyl-Anwalt hält Änderung der Altölverordnung für notwendig
    „Recycling muss gestärkt werden, um Abfallhierarchie zu entsprechen“
    (Erschienen in der EUWID (http://www.euwid-recycling.de/) Ausgabe 41/2012 vom 09.10.2012, Seite 1+2)

    Holger Jacobj von der Kanzlei Prof. Versteyl Rechtsanwälte hält eine Änderung der Altölverordnung für notwendig. Bei der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Altöl (BVA) in Würzburg in der vergangenen Woche sagte Jacobj, dass unter anderem das Recycling in der Altölverordnung gestärkt werden müsse, um der Abfallhierarchie in der europäischen Abfallrahmenrichtlinie zu entsprechen. Darüber hinaus verwässerten die zahlreichen Ausnahmen in der Altölverordnung das Vermischungsverbot.
    Jacobj kommt zu dem Ergebnis, dass die Regelungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes nicht dazu beitragen, dass Altöl nach den Erfordernissen der Abfallhierarchie bewirtschaftet wird. Der Rechtsanwalt schloss sich der Kritik der Europäischen Kommission vom März 2011 an. Demnach dürfe von der Abfallhierarchie nur bei einzelnen Abfallströmen
    und nur mit Begründung abgewichen werden.
    Die Altölverordnung priorisiere das Recycling allerdings nicht eindeutig vor der sonstigen, vor allem thermischen Altölverwertung und liefere hierfür auch keine eindeutige, ökologische Begründung. Eine solche Begründung verlange aber die Abfallrahmenrichtlinie, um von der ansonsten gültigen Abfallhierarchie abweichen zu dürfen. So heißt es in der gültigen Verfassung der Altölverordnung, dass der Aufbereitung von Altölen Vorrang vor sonstigen
    Entsorgungsverfahren eingeräumt wird, „sofern keine technischen und wirtschaftlichen einschließlich organisatorischer
    Sachzwänge entgegenstehen.“ In der Praxis führe diese Regelung zu keiner eindeutigen Priorisierung der stofflichen
    Altölverwertung so Jacobj. Der Versteyl-Anwalt schlug deshalb in Würzburg vor, den Paragrafen 2 der Altölverordnung
    zu ändern. Demnach sollte Altöl generell einer Aufbereitung zuzuführen sein, „es sei denn der Besitzer der Altöle weist
    im Einzelfall nach, dass die sonstige Verwertung ein besseres Ergebnis unter dem Aspekt des Umweltschutzes
    erbringt.“

    Problematisch in Bezug auf die Altölverwertung sei jedoch nicht nur die unzureichende Umsetzung der Abfallhierarchie,
    sondern auch die zahlreichen Ausnahmen beim Vermischungsverbot stellten ein Problem dar. Das Vermischungsverbot wird generell für alle Abfälle im Kreislaufwirtschaftsgesetz in Paragraf 9 geregelt. Der Paragraf enthält nach Darstellung Jacobjs jedoch bereits zahlreiche Ausnahmen, die insbesondere Verbrennungsanlagen für sich nutzen könnten. Darüber hinaus regele die Altölverordnung die Getrennthaltungsgebote und Vermischungsverbote noch einmal speziell in einem eigenen Paragrafen. Hier sei in Hinblick auf eine effektive Priorisierung der stofflichen Verwertung Paragraf 4 Absatz 4 problematisch. Der Absatz regelt, dass faktisch alle Entsorgungsanlagen für Altöl – gleich ob thermisch oder stofflich – Altöle vermischen dürfen, sofern eine Getrennthaltung zur ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung nicht erforderlich ist. Diese allgemeine Ausnahmeregelung sollte nach Ansicht Jacobjs durch einen Genehmigungsvorbehalt für die Vermischung im Einzelfall ersetzt werden, um die stoffliche Verwertung zu stärken. Jacobj war allerdings skeptisch, ob es in naher Zukunft eine Novelle der Altölverordnung geben wird. Der Rechtsanwalt berichtete von einem Telefonat mit dem Bundesumweltministerium. Demnach plane das BMU derzeit keine Novelle der Altölverordnung, obwohl eine solche Novelle laut Jacobjs seitens des Ministeriums vor einiger Zeit angekündigt worden war.
    Auch der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE),
    Andreas Bruckschen, erneuerte auf der BVA-Veranstaltung in Würzburg seine Kritik am neuen
    Kreislaufwirtschaftsgesetz, insbesondere an der seiner Meinung nach unzureichenden Umsetzung der Abfallhierarchie.
    In Folge des Heizwertkriteriums habe Deutschland faktisch seine dreistufige Abfallhierarchie beibehalten, die bereits
    bislang in den drei Grundpflichten Vermeidung, Verwertung und Beseitigung existiert habe, sagte der
    BDE-Geschäftsführer. Bruckschen war hoffnungsvoll, dass die Beschwerde der privaten Entsorgungswirtschaft in
    Brüssel gegen die nationale Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie zumindest in Bezug auf das Heizwertkriterium
    erfolgreich sein wird. „Hier wird die Bundesregierung nachjustieren müssen“, sagte Bruckschen in Würzburg.
    Darüber hinaus verlor Bruckschen in seinem Vortrag einige Worte zum Themenkomplex Wertstofftonne und
    Wertstoffgesetz. In der derzeit gültigen Verpackungsverordnung gebe es zahlreiche Schwachpunkte, so der
    BDE-Geschäftsführer. „Der Wettbewerb zwischen den Systemanbietern hat gar nichts gebracht“, sagte Bruckschen.
    Der Verlust von Lizenzmengen habe den Verpackungsentsorgern die Finanzierungsgrundlage entzogen. Deshalb sei
    die Einrichtung einer Zentralen Stelle ein erster richtiger Schritt gewesen, die Gesellschaftsgründung hätte jedoch
    gemeinsam durchgeführt werden
    müssen.
    Eine Absage erteilte Bruckschen sämtlichen Bestrebungen, die Verpackungsentsorgung rekommunalisieren zu wollen.
    Die geringe Menge der stoffgleichen Nichtverpackungen könne keine Begründung für die Verstaatlichung der Verpackungsentsorgung sein, sagte der BDE-Geschäftsführer. Nach der erfolgreichen Entwicklung in den letzten 20
    Jahren dürfe die Verpackungsentsorgung jetzt nicht in den staatlichen Sektor überführt werden, so Bruckschen.
    Darüber hinaus müsse in einer zukünftigen Regelung der Wertstofferfassung das Eigentum an den erfassten Wertstoffen klar zugunsten der Entsorger geregelt werden. Nur so könnten die Unternehmen selbstständig nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten die gesammelten Wertstoffe recyceln und vermarkten. Die Eigentumsrechte an den Wertstoffen seien ein wichtiges Kriterium sowohl bei Investitionsentscheidungen als auch bei der Kreditvergabe der Banken.



  • Deutschlands größtes Unternehmen für Zweitraffinate "Puralube" will seine Kapazitäten bis 2014
    um ein Drittel ausbauen. Erfahren Sie mehr dazu aus dem Presseartikel des RECYCLING MAGAZINS 
    und unter unserer Rubrik "Presse".



  • Zwei neue Artikel finden Sie unter den Pressemitteilungen (10.07.2012):
    - "Raffinierte Zweitverwendung" aus dem Brennstoffspiegel + Mineralölrundschau 06/2012, Seite 34/35
    - "Ressourcenschonende Wiedergewinnung"
      von Dr. Ralph Bukowski, erschienen ebenfalls im UNITI-Jahresbericht 2011/2012 auf den Seiten 46-49


  • Unter Pressemitteilungen finden Sie drei neue Artikel (01.06.2012):
    - BVA: Altölverbrennung in Deutschland beträgt immer noch 50 %
    - Puralube Holding GmbH: Puralube baut neue Altölraffinerie in Sachsen- Anhalt
    - AVISTA OIL AG steigert Anteil an niederländischer Re- Raffinerie North- Refining




  • Leserbrief von Horst Laneus, Geschäftsführer des BVA zum Bericht über den Vortrag von Dr. Biedermann, BMU, auf einer Tagung des bvse am 18.11.2011 (Europaticker vom 8.12.2011) 

    Darin geht es um die Tatsache, dass die Altölmenge, welche in das Recycling bisher gelangt ist, sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt hat. Dies führt andererseits aber nicht zwangsläufig zu der Schlussfolgerung, dass die Altölverordnung ein großer Erfolg ist und sich bestens bewährt hat.

    Sie finden den kompletten Leserbrief in unseren Pressemitteilungen.



  • Mitgliederversammlung 2011 in Wernigerode
    Workshop des BVA „Die Energiewende und die Zukunft der Altölbranche“ am 30.09.2011

    • Altölrecycling 2010 auf Höchstwert gesteigert
    • Entwurf des Kreislaufwirtschaftsgesetzes nicht europarechtskonform
    • BVA- Vorstand einstimmig wieder gewählt

    Im Rahmen der BVA- Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Altöl (BVA) fand am 30.09.2011 in Wernigerode ein Workshop zum Thema „Die Energiewende und die Zukunft der Altölbranche“ statt. Dabei wurden zunächst die sehr guten Fortschritte der Branche in den letzten zwei Jahren und deren Ursachen dargestellt.

    Die Branche hat 2010 erstmals 450.000 t Mineralölprodukte erzeugt, darunter über 200.000 t Basisöl. Grundlage dafür war die hohe Nachfrage nach den Qualitätsprodukten der Branche, die infolge der hohen Investitionen in weltweit führende Raffinerieverfahren angeboten werden können.


    Die Altölversorgung konnte durch den Import von ca. 150.000 t Altöl, ebenfalls ein neuer Spitzenwert, abgesichert werden. Außerdem unterstützten die wirtschaftlichen Grunddaten der Mineralölwirtschaft maßgeblich den Erfolg der Altölaufbereitung.
    Für 2011 sind, nach dem Halbjahresergebnis, ebenfalls gute Ergebnisse wie 2010 zu erwarten.

    Die abfallrechtlichen und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen des Staates jedoch fördern eher die Verbrennung von Abfällen, besonders die Abfälle mit einem Heizwert über 11 000 Kilojoule / kg und schaden der Altölbranche weiterhin. Der BVA lehnt deshalb den vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung des Kreislaufwirtschaft- und Abfallrechts vom 6.Juni 2011 als nicht europarechtskonform ab. Außerdem steht der Entwurf im Widerspruch zu den von der Regierung von der gesamten Wirtschaft geforderten Einsparungen von Energie und Ressourcen. Der BVA erwartet eine klare Grundsatzregelung für die Abfallhierarchie gemäß der europäischen Richtlinie über Abfälle vom 19.11.2008- und zwar für alle Abfälle gleichermaßen und für alle Entsorger, unabhängig vom Rechtsstatus des Unternehmens. Ausnahmen dürften nur für bestimmte Abfallströme durch vorgelegte LCA´s zugelassen werden, für die es kein ökologisches Recyclingverfahren gibt. Außerdem müsste die steuerliche Subventionierung für die Verbrennung von Abfällen durch Änderung des geltendes Energiesteuergesetzes eingestellt werden. Hier ist der Staat gefordert. Der Markt allein kann eine Umorientierung auf Recyclingprodukte nicht leisten.

    Die Altölbranche mit ihren weltmarkfähigen Mineralölprodukten, hergestellt ausschließlich aus Altöl, ist ein Musterbeispiel für die angestrebte Energiewende. Insofern ist es für die Branche wichtig, sich an den Entwicklungen der Automobilindustrie und der Mineralölwirtschaft zu orientieren, mit denen sie über vielfältige Beziehungen eng verbunden ist. Herrn Dr. Wöhrl, VDA, und Herrn Bittkau, MWV, haben über aktuelle Prognosen der Entwicklung alternativer Antriebe und über den zukünftigen Mineralölverbrauch unter dem Gesichtpunkt der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende informiert. Für die Altölbranche ergeben sich, insbesondere aus dem weltweit wachsenden Bedarf nach Mineralölerzeugnissen, neue Aufgaben. Die alternativen Antriebe werden in Deutschland voran kommen und erhebliche Senkungen bzw. Verschiebungen im Kraftstoffverbrauch bewirken, der Verbrauch von Schmierstoffen (Altölaufkommen) wird davon bis 2025 aber nur gering betroffen sein.


    In der anschließenden Mitgliederversammlung wurde der BVA- Vorstand satzungsgemäß neu gewählt und der gesamte Vorstand einstimmig in seinen Ämtern bestätigt.

    Vorstand BVA 2011
    Von Links nach Rechts: Herr Horst Laneus bleibt Geschäftsführer, Vizepräsident Herr Dr. Detlev Bruhnke (Mineralöl-Raffinerie Dollbergen GmbH), Präsident ist Herr Christian Hartmann (Puralube Holding GmbH) und Schatzmeister Herr Rolf Schneider (Südöl GmbH).

    Außerdem gibt der BVA bekannt, dass Herr Dr. Detlev Bruhnke, AVISTA Oil AG, im September 2011 zum Präsidenten des Europäischen Verbands der Reraffineure, GEIR mit Sitz in Brüssel, von den Mitgliedern aus 8 Ländern gewählt wurde. Auch das ist ein Ausdruck der Wertschätzung der deutschen Altölbranche.

    Brunke Gratulation
    Fabio dalla Giovanna gratuliert Dr. Detlef Bruhnke zur Wahl als Präsident des GEIR


  • EuWiD Artikel über die Situation der Altölbranche und die BVA-Kritik am Entwurf des Kreislaufwirtschaftsgesetztes
     
    "Die Branche der Altölrecycler hat sich trotz Wirtschaftskrise im letzten Jahr behauptet. (...) Das Aufkommen aus Zweitraffination sei konstant und es kann von einer positiven Veränderung gesprochen werden.
    (...) Der BVA kritisiert den Entwurf zum Kreislaufwirtschaftsgesetz und fordert die Bundesregierung auf eine (...) progressive Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie (...) in deutsches Recht voranzutreiben."


    Den gesamten Artikel aus der EuWiD Nr. 41 vom 12.10.2010 finden Sie unter Presse/ Pressemitteilungen


  • Die Branchenchronik ist da

    Auf der BVA- Mitgliederversammlung am 01.10.2010 in Berlin wurde die „Chronik des Altölrecycling“ vorgestellt. Sie enthält auf 80 Seiten die Entwicklung der Branche seit 1924 und die Geschichte des BVA seit 1985. Umfangreiche Abbildungen und mehrere Anhänge ergänzen den Text.
    Die Chronik kann nur beim BVA bestellt werden.

    Altölchronik

    4,00 € Schutzgebühr pro Heft (plus Versand)

    Sie können das Bestellformular für die "Chronik des Altölrecyclings" hier herunterladen.

     
  • Neue Verbändekooperation: BDE und BVA vereinbaren enge Zusammenarbeit

    Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. und der Bundesverband Altöl (BVA) werden ab sofort fachlich eng zusammenarbeiten. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde von den Präsidenten beider Verbände, Peter Kurth (BDE) und Christian Hartmann (BVA) in Berlin unterzeichnet[...]

    Die vollständige Pressemitteilung beider Verbände können Sie hier ansehen.

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